Montag, 2. Oktober 2017

Herbst in Deutschland.

Ich mag die Dichter und die Denker
Mehr als die Wagenschrauber- und Lenker.
Ich mag die Obdachlosen Typen
Mehr als Verwalter der Hyroglyphen.

Den Osten und den Westen einen
Will auch kein Sysiphos sich trauen
Ich hör die Medien lautstark greinen
Die gern die alten Mauern bauen.

Die leeren Dörfer sind gerichtet
Das Sicherheitssystem perfekt
Wer jetzt der Welt etwas berichtet
Hat sich im Carport noch versteckt.

Die Blätter sind noch nicht am Fallen
Die Fremden sind noch nicht im Ort
Wenn wir dem leichten Kreuz gefallen
Sind wir noch schneller einfach fort.

Das Land steht in Zweifel feiert Einheit
Der Jubel hält im Regen dicht
Wenn Du mich irgendwann besuchst
Ich öffne nicht.

2.10.17

Sonntag, 28. Mai 2017

Sonntag, 21. Mai 2017

Samstag, 29. April 2017

Erprobung der Varianten zur Nacht

Ich kann die Geschichte auch ganz anders erzählen,
Einmal morgens beim Bäcker, warum denn nicht.
Einmal in der U-Bahn oder am Mauerpark,
Mitten im Regen, schwach oder stark.

Ich kann so tun, als wäre ich selbst nicht der Täter,
Mich schwach und hilflos, gestalten und sein.
"Du hast doch gefunden, gehandelt, getan"
Das ist so, und geht ja auch keinen was an.

Ich kann die Entfernung ganz anders bemessen,
In Höhen und Weiten, in Jahren und Zeit.
Als hätte uns niemand mit etwas verletzt.
Es ist besser als je, genauer und jetzt.




Sonntag, 16. April 2017

Das gute Leben im April / Ostern 2017

Das ganze Leben wirds nicht werden.
Es wird auch immer Wunden geben.
Das Gute wird nicht immer halten.
Man wird auch immer Brüche leben.

Doch ist nichts schöner als zu sehen:
seit Jahren ist es gut und richtig,
gerade so. Und das ist wichtig: gerade so.

Für alle wird es Glück nicht geben.
Es wird auch stets Verlierer geben.
Das Selbstbewusstsein wird nicht halten.

So gut es ist, jetzt zu vergeben.
Die Tulpen sind im Beet, im Glase,
bei Rewe gibt es Salz und Wein.
Und leise raunend ahnt die Menge,
gib Dich drein.

16.4.2017 


Sonntag, 12. Februar 2017

Im Brunnen

Sie geht leicht geneigt aus dem Bild,
Kippt fast um und nähert sich dem Brunnen.
Zäh das Gold, zäh das Pech und die Zeit,
Wer Sie schmäht, fällt hinein.

Sie steht leicht, ist geneigt, zu verzeihen,
Sucht den Weg und lässt die Häuser hinter sich,
Reicht noch nicht, reicht noch nichts
Das ist Fakt, nichts ist weg, nicht mal klein.

Die Gardinen, die Zäune, der Blick,
Zwischenraum, immer noch Verrat. 
Keine Erlösung und immer noch
Die knirschenden Zähne. Was hilft?